Was bedeuten Nachhallzeit, Absorberklasse oder Schallabsorptionsgrad? Dieses Glossar erklärt wichtige Begriffe rund um Raumakustik, Schallabsorption und akustische Raumlösungen verständlich und kompakt. Es richtet sich an alle, die Büros, Praxen, Schulen, öffentliche Einrichtungen oder private Räume akustisch verbessern und Fachbegriffe aus Produktbeschreibungen, Normen und Beratungsgesprächen besser verstehen möchten.
A
Absorberklasse
Die Absorberklasse beschreibt die schallabsorbierende Leistungsfähigkeit eines Materials oder Produkts nach DIN EN ISO 11654. Die Klassen reichen von A bis E, wobei Absorberklasse A die höchste Klasse bezeichnet. Grundlage für die Einstufung ist der bewertete Schallabsorptionsgrad αw.
Absorptionsfläche
Die äquivalente Schallabsorptionsfläche beschreibt die akustisch wirksame Absorption einer Fläche oder eines Bauteils. Sie darf nicht mit der reinen geometrischen Fläche eines Absorbers gleichgesetzt werden. Für die Akustikplanung ist entscheidend, wie viel wirksame Schallabsorption im Verhältnis zu Raumgröße, Nutzung und vorhandenen Oberflächen benötigt wird.
Absorptionsgrad
Der Schallabsorptionsgrad α gibt an, welcher Anteil der auf eine Oberfläche auftreffenden Schallenergie absorbiert wird. Ein Wert von 0 bedeutet theoretisch vollständige Reflexion, ein Wert von 1 vollständige Absorption. Da die Wirkung eines Materials von der Frequenz abhängt, werden Absorptionswerte für unterschiedliche Frequenzen bestimmt.
Absorbertiefe
Die Absorbertiefe bezeichnet die Dicke beziehungsweise den konstruktiven Aufbau eines Schallabsorbers. Sie beeinflusst unter anderem, in welchen Frequenzbereichen ein Absorber besonders wirksam ist. Größere Materialstärken können insbesondere die Absorption tieferer Frequenzen verbessern.
Akustikberatung
Bei einer Akustikberatung wird die akustische Situation eines Raumes beurteilt und ein geeignetes Vorgehen empfohlen. Je nach Raum und Aufgabenstellung kann eine Planung anhand von Fotos und Grundrissen erfolgen oder eine Vor-Ort-Analyse mit Nachhallmessung sinnvoll sein. Ziel ist eine Lösung, die akustische Wirkung, Nutzung und Raumgestaltung miteinander verbindet.
Akustikbild
Ein Akustikbild ist ein schallabsorbierendes Wandelement, das Raumakustik und Gestaltung miteinander verbindet. Hinter einer schalldurchlässigen Textilbespannung befindet sich ein Absorbermaterial. Die Oberfläche kann einfarbig oder mit Fotografien, Kunstwerken, Grafiken oder individuellen Motiven gestaltet werden.
Akustikdecke
Eine Akustikdecke ist eine Deckenfläche, die gezielt zur Schallabsorption eingesetzt wird. Je nach System kann sie vollflächig ausgeführt oder durch einzelne Akustikelemente ergänzt werden. Maßnahmen an der Decke sind besonders interessant, wenn wenig geeignete Wandfläche zur Verfügung steht.
Akustikelement
Akustikelement ist ein Sammelbegriff für Produkte, die gezielt zur Verbesserung der Raumakustik eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise Akustikbilder, Wandabsorber, Deckensegel, Raumteiler, Tischtrennwände und Absorbersäulen.
Akustikpaneel
Als Akustikpaneel werden unterschiedliche schallabsorbierende Wand- oder Deckenelemente bezeichnet. Aufbau, Material und akustische Leistungsfähigkeit können sich je nach Produkt deutlich unterscheiden. Deshalb sollte nicht allein die Bezeichnung „Akustikpaneel“, sondern insbesondere die geprüfte Absorptionsleistung betrachtet werden.
Akustikplanung
Bei einer Akustikplanung werden Raumgröße, Raumvolumen, Nutzung, vorhandene Oberflächen und die gewünschte akustische Qualität berücksichtigt. Auf dieser Grundlage werden Art, Fläche und Position geeigneter Schallabsorber festgelegt. Je nach Nutzung können dabei Anforderungen und Empfehlungen aus Normen und Regelwerken wie der DIN 18041 relevant sein.
Akustikrechner / Bedarfsrechner
Ein Akustik- oder Bedarfsrechner ermöglicht eine erste überschlägige Ermittlung des benötigten Absorptionsbedarfs. Anhand von Angaben wie Raumgröße und Nutzung lässt sich abschätzen, welche Absorberfläche sinnvoll sein könnte. Ein Rechner kann eine erste Orientierung geben, ersetzt bei komplexeren Räumen jedoch keine individuelle Akustikplanung oder Messung.
Akustikstoff
Akustikstoff ist ein schalldurchlässiges Textil, das als Oberfläche von Schallabsorbern eingesetzt werden kann. Es soll den Schall möglichst gut zum dahinterliegenden Absorbermaterial gelangen lassen. Je nach Produkt kann der Stoff einfarbig oder individuell bedruckt werden.
αw – bewerteter Schallabsorptionsgrad
Der bewertete Schallabsorptionsgrad αw ist eine Einzahlangabe zur Kennzeichnung der Schallabsorption eines Materials oder Produkts nach DIN EN ISO 11654. Er erleichtert die Einordnung und den Vergleich von Schallabsorbern. Für eine detaillierte Akustikplanung können zusätzlich die frequenzabhängigen Absorptionswerte relevant sein.
D
dB(A)
dB(A) bezeichnet einen A-bewerteten Schalldruckpegel. Bei dieser Bewertung werden Frequenzen entsprechend der frequenzabhängigen Empfindlichkeit des menschlichen Gehörs unterschiedlich gewichtet. dB(A) wird häufig zur Beschreibung und Beurteilung von Geräuschpegeln verwendet. Der Wert ist jedoch nicht mit der Nachhallzeit eines Raumes gleichzusetzen.
Deckensegel
Deckensegel sind von der Decke abgehängte schallabsorbierende Elemente. Sie eignen sich insbesondere für Räume, in denen große Deckenflächen zur Verfügung stehen oder Wandflächen nicht ausreichend genutzt werden können. Durch die freie Abhängung können – abhängig von Konstruktion und Material – mehrere Oberflächen zur Schallabsorption beitragen.
Dezibel (dB)
Dezibel ist eine logarithmische Einheit, die unter anderem zur Angabe von Schalldruckpegeln verwendet wird. Für die Beurteilung der Raumakustik reicht der Schalldruckpegel allein jedoch nicht aus. Ebenso relevant ist beispielsweise, wie lange Schall im Raum nachklingt und wie gut Sprache verstanden werden kann.
DIN 18041
Die DIN 18041 „Hörsamkeit in Räumen – Anforderungen, Empfehlungen und Hinweise für die Planung“ ist eine wichtige Grundlage für die raumakustische Planung. Sie behandelt unterschiedliche Raumnutzungen und unterscheidet unter anderem zwischen Räumen, in denen gute Hörsamkeit über mittlere und größere Entfernungen erforderlich ist, und Räumen, in denen die Lärmminderung und Kommunikation über kurze Entfernungen im Vordergrund stehen.
DIN EN ISO 11654
Die DIN EN ISO 11654 beschreibt ein Verfahren zur Bewertung der Schallabsorption von Materialien und Bauteilen. Auf ihrer Grundlage werden unter anderem der bewertete Schallabsorptionsgrad αw und die Einteilung in Absorberklassen von A bis E bestimmt.
Direktschall
Direktschall ist der Schall, der auf direktem Weg von einer Schallquelle zum Ohr oder zu einem Messpunkt gelangt, ohne zuvor an Wänden, Decken oder anderen Flächen reflektiert worden zu sein. Für eine gute Sprachverständlichkeit ist ein günstiges Verhältnis zwischen Direktschall und störenden Reflexionen wichtig.
Direktdruck
Beim Direktdruck wird ein Motiv unmittelbar auf ein geeignetes Textil oder anderes Trägermaterial gedruckt. Bei bedruckten Akustiklösungen ist entscheidend, dass die Oberfläche ausreichend schalldurchlässig bleibt und die akustische Wirkung des dahinterliegenden Absorbers nicht unnötig beeinträchtigt.
F
Flächenabsorber
Als Flächenabsorber werden schallabsorbierende Elemente bezeichnet, die größere Wand- oder Deckenflächen akustisch wirksam machen. Dazu können beispielsweise Wandabsorber, Akustikbilder oder Deckenelemente gehören. Ihre Wirkung hängt von Material, Fläche, Aufbau, Positionierung und Frequenzbereich ab.
Frequenz
Die Frequenz beschreibt die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde und wird in Hertz (Hz) angegeben. Tiefe Frequenzen werden beispielsweise als Bass wahrgenommen, hohe Frequenzen als helle Töne. Schallabsorber wirken je nach Material, Dicke und Aufbau in unterschiedlichen Frequenzbereichen verschieden stark.
Frequenzbereich
Der Frequenzbereich beschreibt den Bereich zwischen tiefen und hohen Frequenzen, in dem Schall betrachtet oder gemessen wird. Bei der Beurteilung eines Schallabsorbers ist es deshalb sinnvoll, neben zusammenfassenden Kennwerten auch seine Wirkung in den für die Nutzung relevanten Frequenzbereichen zu betrachten.
H
Hall / Halligkeit
Als Halligkeit wird umgangssprachlich eine akustische Situation bezeichnet, bei der Schall im Raum deutlich nachklingt. Sprache kann dadurch undeutlicher wirken, Geräusche überlagern sich und Gespräche werden häufig anstrengender. Ursache sind oftmals viele schallharte Oberflächen bei gleichzeitig geringer Schallabsorption.
Harte Oberflächen
Glas, Beton, Putz, Stein, Fliesen und andere harte Oberflächen absorbieren häufig nur einen relativ kleinen Teil der auftreffenden Schallenergie. Ein großer Anteil wird in den Raum zurückgeworfen. Räume mit vielen harten Oberflächen können deshalb eine längere Nachhallzeit und ausgeprägte Halligkeit aufweisen.
Hertz (Hz)
Hertz ist die Einheit der Frequenz. Ein Hertz entspricht einer Schwingung pro Sekunde. Bei raumakustischen Messungen wird die Wirkung eines Raumes oder Absorbers in verschiedenen Frequenzbereichen betrachtet, da Materialien tiefe, mittlere und hohe Frequenzen unterschiedlich stark absorbieren.
Hintergrundgeräusch
Hintergrundgeräusche sind Geräusche, die zusätzlich zum eigentlich gewünschten Schall vorhanden sind, beispielsweise Gespräche anderer Personen, Lüftungsanlagen oder Geräusche aus angrenzenden Bereichen. Ein hoher Hintergrundgeräuschpegel kann die Sprachverständlichkeit und Konzentration beeinträchtigen.
Hörsamkeit
Hörsamkeit beschreibt die akustischen Bedingungen eines Raumes im Hinblick auf seine vorgesehene Nutzung. Dazu gehören beispielsweise Sprachverständlichkeit, Nachhall und die Wahrnehmung von Sprache oder Musik. Welche Bedingungen sinnvoll sind, hängt wesentlich von der jeweiligen Nutzung ab.
L
Lombard-Effekt
Der Lombard-Effekt beschreibt die unbewusste Tendenz von Menschen, bei zunehmendem Umgebungslärm lauter zu sprechen. Dadurch kann der Geräuschpegel in stark besetzten Räumen zusätzlich ansteigen. Der Effekt kann beispielsweise in Büros, Restaurants, Kantinen, Klassenräumen und anderen Kommunikationsräumen auftreten.
Luftschall
Luftschall entsteht, wenn sich Schallwellen durch die Luft ausbreiten – beispielsweise beim Sprechen, Telefonieren oder durch Musik. Raumakustische Absorber reduzieren Reflexionen dieses Schalls innerhalb eines Raumes. Die Luftschalldämmung zwischen zwei Räumen ist dagegen eine bauakustische Aufgabe.
Luftspalt
Als Luftspalt wird der Abstand zwischen einem Schallabsorber und einer dahinterliegenden Wand oder Decke bezeichnet. Ein geeigneter Abstand kann die Absorptionswirkung insbesondere bei tieferen Frequenzen beeinflussen. Wie groß dieser Effekt ist, hängt unter anderem vom Absorbermaterial, seiner Dicke, dem Abstand und dem jeweiligen Frequenzbereich ab.
N
Nachhall
Nachhall entsteht, wenn Schall nach dem Verstummen einer Schallquelle durch Reflexionen an Wänden, Decken, Böden und anderen Oberflächen im Raum weiterklingt. Zu viel Nachhall kann Sprache undeutlicher machen und dazu führen, dass Geräusche als störender wahrgenommen werden.
Nachhallmessung
Bei einer Nachhallmessung wird messtechnisch untersucht, wie schnell der Schallpegel in einem Raum nach dem Ende einer Schallanregung abnimmt. Die Messung erfolgt frequenzabhängig und liefert eine objektive Grundlage zur Beurteilung der raumakustischen Situation und zur Planung geeigneter Maßnahmen.
Nachhallzeit
Die Nachhallzeit beschreibt die Zeitspanne, in der der Schalldruckpegel nach dem Verstummen einer Schallquelle theoretisch um 60 dB abfällt. Sie wird in Sekunden angegeben und gehört zu den wichtigsten Kenngrößen der Raumakustik. Welche Nachhallzeit geeignet ist, hängt unter anderem von Raumgröße und Nutzung ab.
O
Oktave und Terz
Für akustische Messungen wird das Frequenzspektrum häufig in Oktav- oder Terzbänder unterteilt. Dadurch lässt sich erkennen, wie sich ein Raum oder Schallabsorber bei unterschiedlichen Frequenzen verhält. Eine solche frequenzabhängige Betrachtung liefert mehr Informationen als ein einzelner zusammenfassender Wert.
P
Poröser Absorber
Poröse Absorber bestehen aus luftdurchlässigen Materialien, in deren Struktur Schallenergie durch Reibung in Wärme umgewandelt wird. Typische Materialien sind beispielsweise bestimmte Mineralfasern oder Polyester-Vliese. Ihre Wirkung hängt unter anderem von Materialeigenschaften, Dicke und Einbausituation ab.
R
Raumakustik
Raumakustik beschäftigt sich mit der Ausbreitung und Wahrnehmung von Schall innerhalb eines Raumes. Ziel ist es, die akustischen Bedingungen an die jeweilige Nutzung anzupassen – beispielsweise für konzentriertes Arbeiten, verständliche Gespräche, Unterricht, Besprechungen oder angenehmes Wohnen.
Raumakustik vs. Bauakustik
Raumakustik betrachtet den Schall innerhalb eines Raumes. Bauakustik beschäftigt sich dagegen unter anderem mit der Schallübertragung zwischen unterschiedlichen Räumen oder zwischen innen und außen. Ein Schallabsorber kann den Nachhall innerhalb eines Raumes reduzieren, ist aber nicht automatisch eine geeignete Maßnahme zur Schalldämmung zwischen Räumen.
Raumteiler
Akustische Raumteiler sind freistehende schallabsorbierende Elemente. Sie können zur Schallabsorption beitragen, Arbeitsbereiche optisch strukturieren und gleichzeitig als Sichtschutz dienen. Sie eignen sich beispielsweise für Open-Space-Büros, Besprechungsbereiche und andere flexibel genutzte Räume.
Reflexion
Reflexion bezeichnet das Zurückwerfen von Schall an einer Oberfläche. Harte und glatte Flächen reflektieren häufig einen großen Anteil der auftreffenden Schallenergie. Viele oder ungünstige Reflexionen können die Halligkeit erhöhen und die Sprachverständlichkeit beeinträchtigen.
RT60
RT60 ist eine gebräuchliche Bezeichnung im Zusammenhang mit der Nachhallzeit. Gemeint ist die Zeit, die der Schalldruckpegel theoretisch benötigt, um nach dem Verstummen einer Schallquelle um 60 dB abzufallen. In der Praxis wird die Nachhallzeit häufig aus einem kleineren gemessenen Abklingbereich bestimmt und auf 60 dB hochgerechnet.
S
Schall
Schall entsteht durch mechanische Schwingungen, die sich beispielsweise in Luft ausbreiten. Treffen Schallwellen auf Oberflächen, können sie je nach Material und Konstruktion absorbiert, reflektiert oder übertragen werden. Dieses Zusammenspiel beeinflusst wesentlich die akustische Wahrnehmung eines Raumes.
Schallabsorption
Schallabsorption bezeichnet die Verringerung reflektierter Schallenergie, indem ein Teil der auftreffenden Schallenergie in einem Material in andere Energieformen, insbesondere Wärme, umgewandelt wird. Schallabsorbierende Materialien können dadurch Nachhall reduzieren und die akustischen Bedingungen eines Raumes verbessern.
Schallabsorber
Ein Schallabsorber ist ein Bauteil oder Material, das auftreffende Schallenergie teilweise absorbiert und dadurch Reflexionen reduziert. Schallabsorber können beispielsweise als Akustikbilder, Wandabsorber, Deckensegel, Raumteiler, Tischtrennwände oder Absorbersäulen ausgeführt werden.
Schallabsorptionsgrad
Der Schallabsorptionsgrad beschreibt das Verhältnis zwischen absorbierter und auftreffender Schallenergie. Er ist frequenzabhängig und wird mit dem griechischen Buchstaben α angegeben. Für die Bewertung von Produkten werden Messwerte über unterschiedliche Frequenzen sowie daraus abgeleitete Kennwerte verwendet.
Schalldämmung
Schalldämmung beschreibt die Verringerung der Schallübertragung von einem Raum in einen anderen oder zwischen innen und außen. Sie ist von der Schallabsorption innerhalb eines Raumes zu unterscheiden. Akustikbilder und andere Raumabsorber dienen primär der Verbesserung der Raumakustik und ersetzen keine bauliche Schalldämmung.
Schalldruckpegel
Der Schalldruckpegel ist eine physikalische Größe zur Beschreibung der Stärke eines Schallereignisses und wird in Dezibel (dB) angegeben. Die menschliche Wahrnehmung von Lautstärke hängt jedoch zusätzlich unter anderem von Frequenz und Dauer eines Geräusches ab.
Schallharte Fläche
Als schallhart werden Oberflächen bezeichnet, die vergleichsweise wenig Schallenergie absorbieren und einen großen Anteil reflektieren. Typische Beispiele sind Glas, Beton, Fliesen, Stein oder glatte verputzte Wände. Viele schallharte Flächen können zu längeren Nachhallzeiten führen.
Schallreflexion
Eine Schallreflexion entsteht, wenn eine Schallwelle auf eine Oberfläche trifft und ein Teil der Schallenergie in den Raum zurückgeworfen wird. Wie stark eine Oberfläche reflektiert, hängt unter anderem von Material, Aufbau und Frequenz ab.
Sprachverständlichkeit
Sprachverständlichkeit beschreibt, wie gut gesprochene Sprache in einem Raum verstanden werden kann. Sie wird unter anderem durch Nachhall, Hintergrundgeräusche, Raumgeometrie, Entfernung zur sprechenden Person und Reflexionen beeinflusst. Eine geeignete Raumakustik kann dazu beitragen, Sprache klarer wahrnehmbar zu machen.
STI – Speech Transmission Index
Der Speech Transmission Index (STI) ist eine Kenngröße zur Bewertung der Qualität der Sprachübertragung. Der STI liegt zwischen 0 und 1, wobei höhere Werte grundsätzlich für bessere Bedingungen der Sprachübertragung stehen. Er wird unter anderem zur objektiven Bewertung der Sprachverständlichkeit eingesetzt.
Störschall
Als Störschall werden Geräusche bezeichnet, die eine gewünschte akustische Wahrnehmung oder Tätigkeit beeinträchtigen können. Dazu gehören beispielsweise Gespräche anderer Personen, Telefonate, technische Geräte oder Geräusche aus angrenzenden Bereichen. Welche Geräusche als störend empfunden werden, hängt auch von Tätigkeit und Situation ab.
T
Tischtrennwand
Eine akustische Tischtrennwand ist ein schallabsorbierendes Element, das direkt an oder zwischen Arbeitsplätzen montiert wird. Sie kann Schall im unmittelbaren Arbeitsplatzbereich reduzieren und gleichzeitig als Sichtschutz und gestalterisches Element dienen.
V
VOC
VOC steht für „Volatile Organic Compounds“, auf Deutsch flüchtige organische Verbindungen. Bei Materialien für Innenräume können entsprechende Emissionen für die Innenraumluftqualität relevant sein. Bei der Auswahl von Akustikprodukten kann es deshalb sinnvoll sein, neben der akustischen Leistung auch die verwendeten Materialien und deren Emissionseigenschaften zu berücksichtigen.
W
Wandabsorber
Wandabsorber sind schallabsorbierende Elemente, die an Wandflächen angebracht werden. Sie reduzieren Schallreflexionen und können zur Verkürzung der Nachhallzeit beitragen. Je nach Ausführung können sie beispielsweise einfarbig gestaltet oder als bedrucktes Akustikbild ausgeführt werden.
Ö
OEKO-TEX® STANDARD 100
OEKO-TEX® STANDARD 100 ist ein Prüf- und Zertifizierungssystem für Textilien und textile Produkte. Zertifizierte Artikel beziehungsweise deren Bestandteile werden anhand festgelegter Kriterien auf Schadstoffe geprüft. Bei Akustikprodukten kann die Zertifizierung beispielsweise für Textilien oder textile Absorbermaterialien relevant sein.