Akustik Deckensegel mit Licht

Akustik und Licht im Büro: Idealerweise zusammen planen!

Inhaltsverzeichnis

    Ihr Büro sieht gut aus – aber wie klingt es? Bei der Gestaltung von Büros wird viel Aufmerksamkeit auf Beleuchtung, Möbel, Farben und Materialien gelegt. Die akustische Wirkung des Raums wird dagegen häufig erst dann zum Thema, wenn die Räume bereits genutzt werden – und Gespräche zu laut wirken, Telefonate stören oder konzentriertes Arbeiten schwerfällt.

    Dabei gehören Licht und Akustik zu den wesentlichen Faktoren einer guten Arbeitsumgebung. Sie wirken über unterschiedliche Sinne, bestimmen aber gemeinsam, wie angenehm wir einen Raum wahrnehmen und wie gut wir darin arbeiten können. [1][2]

    Eine gute Büroplanung sollte deshalb nicht nur fragen: Wie sieht der Raum aus? Sondern auch: Wie klingt er und wie wirken Licht, Materialien und Akustik zusammen?

    Licht und Akustik beeinflussen die Qualität eines Arbeitsplatzes

    Gute Beleuchtung ermöglicht es, Details, Farben und Formen sicher und schnell wahrzunehmen. Gleichzeitig beeinflusst sie Aktivitätsniveau und Wohlbefinden. Ungünstige Beleuchtung kann die visuelle Wahrnehmung erschweren und zu einer erhöhten Beanspruchung der Augen sowie frühzeitiger Ermüdung beitragen. [1]

    Bei der Akustik ist es ähnlich: Eine ungünstige akustische Arbeitsumgebung kann Kommunikation und konzentriertes Arbeiten erschweren. Besonders in Mehrpersonenbüros und offenen Arbeitsbereichen können sich Beschäftigte durch Gespräche und andere Geräusche gegenseitig stören. [2]

    Entscheidend ist deshalb nicht nur die einzelne Leuchte oder der einzelne Schallabsorber. Es geht um die gesamte Wahrnehmungsqualität des Raums.

    Akustik Deckensegel mit Beleuchtung

    Warum Licht und Akustik häufig getrennt geplant werden

    In klassischen Planungsprozessen werden Beleuchtung und Raumakustik häufig unterschiedlichen Gewerken zugeordnet. Die Lichtplanung beschäftigt sich mit Beleuchtungsstärken, Blendung, Lichtverteilung und Leuchtenpositionen. Die Akustikplanung betrachtet unter anderem Nachhallzeiten, Schallausbreitung und erforderliche Absorptionsflächen.

    Auf dem Plan funktioniert beides zunächst unabhängig voneinander. Im tatsächlichen Raum greifen die Systeme jedoch ineinander. Besonders deutlich wird das an der Decke. Dort konkurrieren häufig verschiedene technische und gestalterische Anforderungen:

    • Leuchten und Lichtsysteme
    • Akustik-Deckensegel oder andere Schallabsorber
    • Lüftungs- und Klimatechnik
    • Sprinkleranlagen
    • Brandmelder und Sensorik
    • Revisionsöffnungen

    Wird die Akustik erst nach Abschluss der Lichtplanung berücksichtigt, fehlen möglicherweise genau dort freie Flächen, wo akustische Maßnahmen sinnvoll wären. Umgekehrt kann eine rein akustisch optimierte Deckenplanung die gewünschte Lichtverteilung erschweren.

    Die Decke ist für Licht und Akustik besonders wertvoll

    In modernen Büros bestehen viele Oberflächen aus Glas, Beton, Gips, Holz oder anderen vergleichsweise schallharten Materialien. Schall wird an diesen Flächen reflektiert und bleibt dadurch länger im Raum. [2]

    Die Decke bietet deshalb häufig eine große zusammenhängende Fläche, die für die akustische Optimierung genutzt werden kann – insbesondere dann, wenn Wandflächen durch Fenster, Möbel, Türen oder Präsentationstechnik nur eingeschränkt verfügbar sind.

    Akustik-Deckensegel können hier gezielt eingesetzt werden, um zusätzliche Schallabsorption in den Raum zu bringen. Gleichzeitig müssen sie jedoch mit der Beleuchtung abgestimmt werden.

    Position, Format und Abstand der Deckensegel sollten deshalb möglichst früh gemeinsam mit der Lichtplanung betrachtet werden. So lassen sich Leuchten, Absorber und technische Einbauten sinnvoll aufeinander abstimmen, statt später um die verbleibenden Flächen zu konkurrieren.

    In Telefon- und Meetingboxen ist eine optimale Arbeitsplatzbeleuchtung direkt integriert. Somit werden bei diesen Lösungen Akustik und Licht automatisch zusammen geplant.

    Akustik beeinflusst nicht nur die Lautstärke

    Eine gute Raumakustik bedeutet nicht einfach, einen Raum möglichst leise zu machen. Entscheidend ist vielmehr, wie sich Schall innerhalb des Raums verhält.

    Ein wichtiger Parameter ist die Nachhallzeit. Sie beschreibt vereinfacht gesagt, wie lange Schall nach dem Verstummen einer Schallquelle im Raum bestehen bleibt. [3]

    Ist die Nachhallzeit zu lang, können Sprache und andere Geräusche stärker im Raum präsent bleiben. Gespräche überlagern sich, die Sprachverständlichkeit kann leiden und insbesondere in größeren oder offenen Räumen entsteht schnell eine unruhige Geräuschkulisse. [2][3]

    Schallabsorbierende Flächen an Decke und Wand können dazu beitragen, Reflexionen und Nachhall zu reduzieren.

    Im Open Space kommt die Schallausbreitung hinzu

    In offenen Bürolandschaften reicht es häufig nicht aus, ausschließlich die Nachhallzeit zu betrachten. Hier spielt zusätzlich eine Rolle, wie weit Sprache und andere Geräusche durch den Raum getragen werden.

    Ein Telefongespräch am anderen Ende des Büros kann beispielsweise störender sein als ein deutlich lauteres, aber räumlich begrenztes Geräusch.

    Für Großraumbüros betrachtet die DIN EN ISO 3382-3 deshalb insbesondere das räumliche Abklingen von Sprache. Damit ergänzt sie die Betrachtung des zeitlichen Abklingens von Schall um wichtige Parameter für offene Büroumgebungen. [4]

    Für die Planung bedeutet das: Deckenabsorber allein sind nicht immer ausreichend. Je nach Raum können zusätzlich Raumteiler, absorbierende Stellwände, Tischtrennwände oder Wandabsorber sinnvoll sein. [2]

    Licht, Beleuchtung und Akustik sind in unseren Telefonnoxen und Meetingboxen von vorne herein zusammen geplant.

    Meetingbox miz Spots

    Licht und Akustik können gemeinsam Zonen definieren

    Gerade in offenen Arbeitswelten ist die Zonierung entscheidend. Konzentrationsbereiche, Kommunikationszonen, Meetingbereiche und Rückzugsorte stellen unterschiedliche Anforderungen an Licht und Akustik. Diese Bereiche lassen sich gestalterisch gemeinsam definieren.

    Über Licht können beispielsweise einzelne Arbeits- oder Kommunikationszonen hervorgehoben werden. Akustische Maßnahmen unterstützen diese Struktur, indem sie Schall absorbieren oder die direkte Schallausbreitung zwischen Bereichen reduzieren. [1][2]

    So entsteht eine Raumgestaltung, bei der technische Funktionen nicht isoliert sichtbar werden, sondern Teil eines übergeordneten Gestaltungskonzepts sind.

    Auch Materialien beeinflussen beide Disziplinen

    Ein weiterer Berührungspunkt zwischen Licht und Akustik sind die verwendeten Oberflächen.

    Glasflächen, Beton, glatte Wände oder Steinböden können architektonisch attraktiv sein und Licht wirkungsvoll reflektieren. Akustisch absorbieren solche Oberflächen jedoch vergleichsweise wenig Schall.

    Wer viele harte Materialien einsetzt, sollte deshalb frühzeitig prüfen, wo ausreichende schallabsorbierende Flächen integriert werden können.

    Gleichzeitig beeinflussen Farben und Oberflächen die Lichtwirkung. Sehr helle Flächen reflektieren Licht anders als dunkle Materialien. Auch Akustikelemente werden damit Teil des Licht- und Farbkonzepts.

    Das eröffnet gestalterische Möglichkeiten: Schallabsorption muss nicht wie eine technische Zusatzmaßnahme aussehen.

    Akustikbilder verbinden Funktion und Raumgestaltung

    Besonders Wandabsorber lassen sich gezielt in das Gestaltungskonzept eines Raums integrieren. Akustikbilder können beispielsweise mit Farben, Fotografien, Kunstwerken oder Motiven aus dem Corporate Design bespannt werden.

    Damit erfüllen sie mehrere Funktionen gleichzeitig: Sie bringen schallabsorbierende Fläche in den Raum und werden zugleich zu einem sichtbaren Bestandteil der Innenarchitektur.

    Gerade wenn Beleuchtung, Farbkonzept und Akustikbilder gemeinsam geplant werden, können Wandflächen bewusst inszeniert werden. Licht kann Kunst und Motive hervorheben, während die dahinterliegende Absorberfläche akustisch wirksam ist.

    Für uns ist das ein wichtiger Punkt: Gute Raumakustik muss nicht gegen gute Gestaltung arbeiten. Beides kann sich gegenseitig unterstützen.

    Akustikbild „Alpiner Bergsee“ – Naturmotiv für mehr Ruhe im Raum freiraum Akustik

    Was bedeutet integrierte Planung konkret?

    Eine gemeinsame Betrachtung von Licht und Akustik bedeutet nicht zwangsläufig, dass beide Bereiche von derselben Person geplant werden müssen. Entscheidend ist vielmehr, dass die Anforderungen frühzeitig miteinander abgestimmt werden.

    Bei der Planung sollten beispielsweise folgende Fragen gemeinsam betrachtet werden:

    • Wo befinden sich die Arbeitsplätze und Kommunikationsbereiche?
    • Welche Bereiche benötigen besonders gute Sprachverständlichkeit?
    • Wo entstehen störende Schallreflexionen?
    • Welche Decken- und Wandflächen stehen für Schallabsorber zur Verfügung?
    • Wo befinden sich Leuchten und andere technische Deckeneinbauten?
    • Welche Lichtwirkung und Atmosphäre soll entstehen?
    • Welche Farben und Materialien bestimmen das Raumkonzept?
    • Wie lassen sich Akustikelemente gestalterisch integrieren?

    Je früher diese Fragen geklärt werden, desto größer ist der gestalterische Spielraum.

    Akustik-Deckensegel-Downlights+LED1

    Normen und Regelwerke betrachten beide Themen als Teil guter Arbeitsplatzgestaltung

    Auch die einschlägigen Regelwerke zeigen, dass sowohl Licht als auch Akustik wichtige Bestandteile der Arbeitsplatzgestaltung sind.

    Für die Beleuchtung von Arbeitsstätten ist unter anderem die ASR A3.4 „Beleuchtung und Sichtverbindung“ relevant. Ergänzend beschreibt die DIN EN 12464-1 Anforderungen an die Beleuchtung von Arbeitsstätten in Innenräumen. [5][6]

    Für die akustische Gestaltung sind unter anderem die ASR A3.7 „Lärm“, die DIN 18041 „Hörsamkeit in Räumen“ sowie für Großraumbüros die DIN EN ISO 3382-3 relevant. [3][4][7]

    Die DGUV stellt darüber hinaus mit den Informationen 215-442 „Beleuchtung im Büro“ und 215-443 „Akustik im Büro“ konkrete Planungshilfen für beide Bereiche zur Verfügung. [1][2]

    Akustik nicht erst planen, wenn das Büro fertig ist

    In der Praxis werden wir häufig dann hinzugezogen, wenn ein Büro bereits eingerichtet ist. Die Möbel stehen, die Leuchten hängen – und erst bei der Nutzung fällt auf, dass Gespräche weit durch den Raum getragen werden oder Besprechungen akustisch anstrengend sind.

    Auch dann lässt sich die Raumakustik in vielen Fällen deutlich verbessern. Wandabsorber, Akustikbilder, Deckensegel, Raumteiler oder Tischtrennwände können auch nachträglich integriert werden.

    Einfacher ist es jedoch, die Akustik bereits während der Raumplanung mitzudenken. Dann können Positionen, Formate, Farben und Materialien gezielt mit Beleuchtung, Möblierung und Innenarchitektur abgestimmt werden.

    Fazit: Ein guter Raum sollte gut aussehen – und gut klingen

    Licht und Akustik erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Trotzdem sollten sie nicht unabhängig voneinander betrachtet werden.

    Beleuchtung beeinflusst Sehen, Orientierung, Atmosphäre und Wohlbefinden. Raumakustik beeinflusst Nachhall, Schallausbreitung und Sprachverständlichkeit. Gemeinsam prägen beide Faktoren wesentlich, wie ein Arbeitsplatz wahrgenommen wird.

    Eine frühzeitige Abstimmung schafft deshalb nicht nur bessere technische Voraussetzungen. Sie ermöglicht auch Räume, in denen Akustik, Licht, Farben, Materialien und Gestaltung zu einem stimmigen Gesamtkonzept werden.

    Genau hier setzen wir bei freiraum an: Wir betrachten Raumakustik nicht als isolierte technische Maßnahme, sondern als Teil der Raumgestaltung. Von der Analyse und Akustikplanung über Farb- und Gestaltungskonzepte bis zur Fertigung und Montage entwickeln wir Lösungen, die sich in Architektur und Nutzung integrieren.

    Sie planen neue Büroflächen oder möchten bestehende Räume akustisch verbessern?
    Wir empfehlen Ihnen das passende Vorgehen – von der Planung anhand von Fotos und Grundriss bis zur Vor-Ort-Analyse inklusive Nachhallmessung.

    Quellen

    1. DGUV Information 215-442: Beleuchtung im Büro – Hilfen für die Planung der künstlichen Beleuchtung in Büroräumen. DGUV – Quelle aufrufen
    2. DGUV Information 215-443: Akustik im Büro – Hilfen für die akustische Gestaltung von Büros. DGUV – Quelle aufrufen
    3. DIN 18041:2016-03: Hörsamkeit in Räumen – Anforderungen, Empfehlungen und Hinweise für die Planung. DIN Media – Norm aufrufen
    4. DIN EN ISO 3382-3:2022-04: Akustik – Messung von Parametern der Raumakustik – Teil 3: Großraumbüros. DIN Media – Norm aufrufen
    5. ASR A3.4: Beleuchtung und Sichtverbindung. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). BAuA – ASR A3.4 aufrufen
    6. DIN EN 12464-1:2021-11: Licht und Beleuchtung – Beleuchtung von Arbeitsstätten – Teil 1: Arbeitsstätten in Innenräumen. DIN Media – Norm aufrufen
    7. ASR A3.7: Lärm. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). BAuA – ASR A3.7 aufrufen
    8. VDI 2569: Schallschutz und akustische Gestaltung in Büros. VDI – Richtlinie aufrufen

    Sie möchten den Hall in Ihrem Raum gezielt reduzieren?

    Was sich durch bessere Raumakustik verändert

    Büro mit Akustikpaneel Büro mit Akustikpaneel

    Was sich wirklich verändert

    "Wunderbar wertige Akustikbilder verschönen nicht nur meine Praxisräume - sie absorbieren auch den Schall effektiv.

    Vielen Dank an Frau O'Connor-The und ihr freiraum Akustik Team, die von der Berechnung der Absorberfläche bis hin zur Auswahl von Farben und Motiven mich mit individueller Beratung begleitet haben."

    Logopädische Praxis Bauereisen, Höchberg

    "Die Raumakustik und damit das Wohlbefinden und die Atmosphäre konnten dank der perfekten Beratung, Planung und Ausführung von freiraum auf ein ganz neues Niveau gehoben werden."

    Marcus Schmitt, Vorstand, Bauhütte Baugenossenschaft e.V. Heidelberg

    "Sehr professionell und super korrekt bei der Ausführung."

    Jens Dambeck, Rigk GmbH, Wiesbaden

    "Was uns besonders überzeugt hat, war die Kombination aus Expertise, Ästhetik und Einfühlungsvermögen.

    Heute spüren wir alltäglich, wie sehr sich die neue Raumgestaltung auf das Miteinander, die Konzentration und das Wohlbefinden auswirkt."

    Marek Bardehle, Geschäftsführer, S-Versicherungspartner Gmbh, Berlin 

    "Wir hatten bisher immer nur super gute Erfahrungen mit freiraum.

    Die Kolleginnen und Kollegen sind sehr zuverlässig, freundlich und unterstützen wo sie können.

    Auch Lieferung und Aufbau waren bisher immer einwandfrei und schnell."

    Safetec GmbH, Heidelberg

    "Unser Kunde ist sehr zufrieden und wir damit auch!

    Abwicklung, Produktqualität und Montage haben mich überzeugt und die Kunden sind sehr zufrieden mit der Wirkung und Optik der Deckensegel im Konferenzbereich."

    Glashagen Innenarchitektur, Düsseldorf

    "Vielen Dank an das freiraum-Team!

    Ganz herzlichen Dank für die tollen Bilder. Sowohl von der Optik als auch vom Effekt her wurden unsere Erwartungen noch deutlich übertroffen."

    Zentrum für Humangenetik, Mannheim