Sie haben ein Hallproblem, aber noch kein Projekt?
Der Raum ist zu laut, Gespräche strengen an, die Konzentration leidet. Viele unserer Kunden kennen das Problem genau, wissen aber nicht, wie daraus eine konkrete Lösung wird.
Der Unterschied zwischen einer einfachen Produktbestellung und einem echten Akustikprojekt liegt in der Planung. Bei freiraum Akustik planen wir Räume. Das Produkt (ob Akustikbild, Deckensegel oder Raumteiler) ist das sichtbare Ergebnis dieser Planung, nicht der Ausgangspunkt.
Ein typisches Projekt dauert vier bis sechs Wochen vom Erstgespräch bis zur Montage. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie ein Akustikprojekt bei uns abläuft: ehrlich, transparent und ohne Verkaufsdruck.
Phase 1: Die Anfrage – was am Anfang wirklich zählt
Der erste Kontakt ist unkompliziert. Sie erreichen uns per Telefon, per E-Mail oder über unsere kostenlose Akustik-Sprechstunde. Wir nehmen uns Zeit, Ihre Situation zu verstehen, bevor wir irgendetwas empfehlen.
Was uns in dieser Phase hilft: Fotos des Raums, ein Grundriss (falls vorhanden), die ungefähren Raummaße und eine kurze Beschreibung der Raumnutzung. Je genauer das Bild, desto besser die erste Einschätzung.
Dieses Erstgespräch ist keine Verkaufssituation, sondern eine ehrliche Bestandsaufnahme. Wir hören zu, stellen Fragen und geben eine erste Einschätzung, welche Normen für Ihren Raum relevant sind. Je nach Raumtyp kommen die DIN 18041 (Hörsamkeit in Räumen), die VDI 2569 (Büroakustik) oder die ASR A3.7 (Lärm am Arbeitsplatz) zum Tragen.
Die Ausgangslage ist oft deutlicher, als viele denken: Großraumbüros erreichen routinemäßig 60 bis 65 Dezibel. Für konzentriertes Arbeiten liegt der optimale Bereich bei 40 bis 55 dB. 69 % der Mitarbeitenden berichten von Unzufriedenheit mit dem Lärmpegel an ihrem Arbeitsplatz. Das ist kein Randproblem, sondern Alltag in vielen Unternehmen.
Phase 2: Analyse und Akustikmessung – Zahlen statt Vermutungen
Gute Akustikplanung beginnt mit belastbaren Daten. Bei einer professionellen Akustikmessung erfassen wir die Nachhallzeit (RT60), den Schallpegel und die Raumgeometrie. Diese Werte bilden die Grundlage für alles, was danach kommt.
Ein wichtiger Punkt: Wir messen ehrlich, ohne Wandabstand. Das klingt wie ein Detail, macht aber einen erheblichen Unterschied. Messungen mit Wandabstand liefern geschönte Werte, die in der Praxis nicht halten. Unsere Messwerte bilden die reale akustische Situation ab und sind damit eine verlässliche Planungsgrundlage.
Die Zielwerte richten sich nach Raumtyp und Norm. Für Besprechungsräume (DIN 18041, Gruppe A3) liegt die Ziel-Nachhallzeit bei 0,5 bis 0,8 Sekunden. Für Großraumbüros (Gruppe B4) gilt ein A/V-Verhältnis von mindestens 0,25. Die DGUV gibt für unbesetzte Büros folgende Richtwerte vor: Callcenter 0,5 Sekunden, Mehrpersonenbüro 0,6 Sekunden, Einzelbüro 0,8 Sekunden.
Für komplexe Projekte (etwa bei Neubauten oder Umbauten mit Architekten) erstellen wir auf Wunsch eine 3D-Akustiksimulation. Sie liefert eine visuelle Entscheidungsgrundlage, die für Bauherren und Planer greifbar ist. Was Sie in dieser Phase tun müssen: den Raumzugang ermöglichen und uns die typischen Nutzungszeiten mitteilen. Mehr nicht.

Phase 3: Konzept, Gestaltung und Angebot – Akustik trifft Design
Das Akustikkonzept übersetzt die Messdaten in einen konkreten Maßnahmenplan. Wir berechnen die benötigte Absorberfläche, bestimmen den passenden Absorbertyp und legen die Positionen im Raum fest.
Die Gestaltungsberatung ist bei uns eine eigenständige Leistungsphase. Akustikbilder, Deckensegel und Raumteiler werden gemeinsam mit Ihnen visuell abgestimmt. Funktion und Ästhetik sind kein Widerspruch; sie gehören zusammen. Kunden erwarten heute zu Recht, dass eine Akustiklösung nicht nur wirkt, sondern auch zum Raum passt.
Bevor wir fertigen, können Sie Stoffe, Motive und Oberflächen anhand von Mustern prüfen. Das gibt Sicherheit bei der Materialauswahl. Unsere Bespannungen lassen sich ohne Werkzeug wechseln, was Ihnen auch nach der Montage Flexibilität gibt (etwa wenn sich das Raumkonzept ändert oder ein neues Motiv gewünscht ist).
Das Angebot, das Sie erhalten, ist transparent und nachvollziehbar: Absorberfläche, Produkttyp, Positionsplan und Preis. Keine versteckten Kosten, keine Überraschungen. Jedes Produkt wird individuell auf Maß gefertigt, weil jeder Raum andere Proportionen und Anforderungen hat.
Phase 4: Fertigung – handgemacht in Süddeutschland
Nach Ihrer Freigabe geht das Projekt in die Fertigung. Alle Produkte werden in Süddeutschland hergestellt (Made in Germany), mit einer Fertigungszeit, die sich nach dem Projektumfang richtet.
Als Dämmstoff verwenden wir Caruso Isobond® mit OEKO-TEX-100-Zertifizierung. Das Material ist schadstoffgeprüft und nachhaltig. Gerade bei Ausschreibungen im öffentlichen Sektor (etwa für Schulen, Kitas, Behörden oder Kliniken) sind solche Zertifizierungen entscheidend. Die Nachfrage aus dem öffentlichen Bereich ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, getrieben durch strengere Lärmschutzvorschriften und Anforderungen an Barrierefreiheit.
Maßanfertigung statt Standardware: Jeder Absorber wird für den konkreten Raum gefertigt. Vor dem Versand durchläuft jedes Produkt eine Qualitätskontrolle. Maße, Oberfläche, Bespannung und Befestigungssystem werden geprüft, bevor die Produkte unser Haus verlassen.

Phase 5: Montage – der Moment, in dem der Raum hörbar besser wird
Die Montage ist der Moment, auf den alles hinarbeitet. Unser Team kommt zu Ihnen, bringt alles mit und montiert die Absorber nach dem Konzeptplan. Die richtige Platzierung ist akustisch entscheidend: Wenige Zentimeter Unterschied können die Wirkung spürbar beeinflussen.
Unser Easy-to-Hang-System sorgt für eine schnelle und saubere Montage. Der Aufwand für Sie ist gering. Was Sie vorbereiten sollten: freie Wand- oder Deckenflächen und, falls nötig, einen Ansprechpartner vor Ort.
Nach der Montage bieten wir eine optionale Kontrollmessung an. Die Nachhallzeit wird erneut gemessen und mit den Zielwerten verglichen. Falls das Ergebnis nachjustiert werden muss, kommunizieren wir das offen. Ehrlichkeit ist uns wichtiger als ein schneller Abschluss. In der Praxis zeigt sich: Wenn die Planung stimmt, stimmt auch das Ergebnis.
Bei der Übergabe erhalten Sie einen Messbericht, Pflegehinweise und einen festen Ansprechpartner für Rückfragen. Damit ist das Projekt sauber abgeschlossen, und Sie haben alles Wichtige in der Hand.
Was ein Akustikprojekt von einer Produktbestellung unterscheidet
Wir liefern keine Standardprodukte aus einem Katalog. Wir planen Lösungen, die auf Ihren Raum, Ihre Nutzung und Ihre gestalterischen Vorstellungen abgestimmt sind. Das ist der Kern unserer Arbeit seit über 22 Jahren und mehr als 1.600 realisierten Projekten.
Unser Bewertungsdurchschnitt von 4,9 Sternen bei über 700 Bewertungen zeigt, dass dieser Ansatz funktioniert. Kein Marketingversprechen, sondern ein messbares Ergebnis zufriedener Kunden.
Wir arbeiten regelmäßig mit Architekten, Innenarchitekten und Facility Managern zusammen und integrieren uns in bestehende Planungsprozesse. Wenn Sie noch am Anfang stehen: Unsere kostenlose Akustik-Sprechstunde ist ein guter erster Schritt. Kein Kaufdruck, nur ein Gespräch.
Fazit: Vom ersten Gespräch zum stillen Raum
Ein Akustikprojekt bei freiraum folgt fünf klaren Phasen: Anfrage, Analyse, Konzept, Fertigung und Montage. Jeder Schritt ist planbar, transparent und endet mit einem messbaren Ergebnis: einer hörbar besseren Raumakustik.
Wenn Sie ein Hallproblem haben, haben Sie damit bereits den ersten Schritt gemacht. Sie wissen, dass sich etwas ändern muss. Wir helfen Ihnen, daraus ein Projekt zu machen. Sprechen Sie uns an; wir freuen uns auf das Gespräch.
